Das LISA Prinzip

Du willst also ein eigenes Portfolio aufbauen und weißt nicht wie Du starten sollst? Gar kein Problem, ich helfe Dir.

Mir ging es vor ein paar Jahren ganz ähnlich. Ich hatte zwar einen Uniabschluss in Wirtschaft, aber von Finanzanlagen und Co. so gut wie keinen Plan.

Nach viel Recherche, Experteninterviews und reichlich Austausch mit anderen Interessierten, habe ich für mich über die Zeit das ideale Grundgerüst definiert und möchte Dir das nun gerne weitergeben.

Und Du wirst sehen, wenn Du die Grundsätze des LISA Prinzips berücksichtigst, wirst Du weniger Anfängerfehler begehen, besser investieren und langfristig mehr Rendite in deinem Portfolio und somit für Dich rausholen.

Aber genug der Vorrede, los gehts. LISA steht für:

L wie langfristig
I wie innovativ
S wie selbstverwaltet
A wie automatisiert

Im folgenden schauen wir uns jedes der 4 Prinzipien einmal genauer an.

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L wie langfristig

Es gibt einige Weisheiten, wenn’s ums Investieren geht. Aber eine, die aus meiner Sicht zu 100% zutrifft, ist folgende: Wenn Dir jemand verspricht, Dich in kurzer Zeit reich zu machen, nimm besser schnell Deine Beine in die Hand und LAUF!

Gleiches gilt auch für Deinen Portfolioaufbau. Du solltest Dir zu Beginn sehr genau überlegen, welche Ziele Du mit Deinem Portfolio verfolgst und welchen Zeithorizont Du persönlich hast. Ein zu kurzer Zeithorizont wird es Dir sehr schwierig machen, wirklich nachhaltig ein Portfolio aufbauen, daher solltest Du, aus meiner Sicht, mindestens einen Horizont von 3-5 Jahren anpeilen.

Was heißt das – ganz konkret – für Dein Portfolio:

Plane langfristig (mindestens 3-5 Jahre) und lass Dich nicht von kurzzeitigen Marktschwankungen irritieren.
Investiere nur Geld, dass Du innerhalb der nächsten Monate nicht dringend brauchst (für Miete, etc.)
Halte Abstand von “get-rich-soon” Angeboten und Scams
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I wie innovativ

Reine ETF Portfolios findet man wie Sand am Meer im Internet. Auch rund um das Thema Dividenden-Strategie bekommt man sehr viele Infos. Aber auch auf dem Anlage-Sektor schlägt die Digitalisierung mehr und mehr durch. Und es gibt neue Investment-Möglichkeiten, die für Dich als innovativen Investor spannende Renditepotentiale bieten.

Natürlich sollst Du nicht Blind jedem Trend nachlaufen. Aber ich empfehle Dir, dich mit den neuen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, sie kritisch zu prüfen und dann evtl. in dein bestehendes Portfolio zu integrieren. Vielleicht zu Beginn nur mit ein paar wenigen % vom Gesamtportfoliowert. Erfahrungen machen, ein Gefühl entwicklen und bei Bedarf den Anteil erhöhen. Somit läuft man nicht blind in den nächstbesten Scam, nimmt aber durchaus lukrative Anlagemöglichkeiten mit ins Portfolio.

Was heißt das – ganz konkret – für Dein Portfolio?

Nutze neue Formen und Assets beim Investieren und teste diese mit geringen Summen aus (Bsp: Crypto oder P2P)
Informiere Dich über diese neuen Anlageklassen, bevor Du blind investierst
Profitiere von den deutlichen Rendite Chancen in diesem neuen Markt

Wenn Du in Bitcoin und andere Kryptowärungen investieren willst, findest Du hier meine Top3 Exchanges zum Starten.

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S wie selbstbestimmt

Klar, Du ganz zu Deinem lokalen Bankinstitut gehen und Dich rund ums Thema Investieren umfassend beraten lassen. Die Beratung mag – abhängig vom Bank-Berater – gut oder nicht so gut sein.

Aber vergiss einen Faktor nicht: Auch die Bank bzw. der Berater muss Geld verdienen. Und das passiert eben oft dadurch: Du kriegst Investments vorgeschlagen, die viele Gebühren enthalten und/oder die einiges an Provision für den Berater bedeuten. Das ist nicht dramatisch und wenn Du Dich nicht mit Deinen eigenen Finanzen auseinandersetzen willst oder kannst, ist das oftmals der einzige Weg.
Ein Weg, der aber eben häufig mehr Gebühren und weniger Transparenz beinhaltet.

Willst Du das? Ich möchte das nicht!

Daher versuche ich so oft es geht, den Weg der finanziellen Selbstbestimmtheit zu gehen und wähle Produkte und Services aus, die dies ermöglichen. Das heißt ich baue mir mein ETF Portfolio selbst zusammen und wähle nicht einen vorgegebenen Fond meines Bankberaters. Ich versuche Gebühren zum umgehen, indem ich mir die für mich beste Bank rund ums Depot auswähle (heute: Consorsbank). Und ich versuche auch im Thema Crypto und P2P das Beste an Rendite rauszuholen.

Ich will nicht verschweigen: das hat auch einen Preis.

Wer selbstbestimmt sein will, muss auch selbst bestimmen (können).

Das heißt, ich muss wissen, wie die unterschiedlichen Services und Produkte funktionieren. Ich muss mich informieren, am Ball bleiben und mögliche Risiken selbst einkalkulieren. Ich muss meine eigenen Finanzen verstehen.

Aber keine Sorge: Du kriegst das hin! Nie gab es mehr Möglichkeiten, sich zu informieren und mit Interesse, Passion und etwas Hilfestellung klappt das. Schau Dich einfach auch hier im Blog um und Du wirst viele Hilfestellungen finden.

Was heißt das – ganz konkret – für Dein Portfolio?

Informiere Dich über verschiedene Anlageklassen und Formen, besuche Blogs – nimm Deine Finanzen selbst in die Hand
Nicht blind in irgendwas investieren. Mache Dir dein eigenes Bild, recherchiere und frage kritisch nach
Tausche Dich mit anderen zu deren Strategien aus
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A wie automatisiert

Ich weiß, jeder denkt gerne, dass er den Aktienkurs von XY ziemlich genau vorhersagen kann und er doch ganz klar gewusst hat, dass er sich über die letzten Jahre so entwickelt hat.
Und wie viele emotionale Spekulationen gibt es online über den baldigen Kurs von Bitcoin? 50.000$ oder doch 100.000$, oder eher doch 0$?

Hier kommt die harte Wahrheit: Niemand kann die Kursentwicklung eines Wertpapiers oder einer Cryptowährung exakt vorhersagen.

Und weil dem so ist, solltest Du versuchen, bestmöglich damit umzugehen.

Vor allem wichtig: Emotionen ausschalten! Gefühle haben beim Investieren nichts verloren, denn sie trügen unsere Entscheidungen und führen nicht selten zu folgenschweren Fehlern.

Daher versuche ich, viele meiner Investmententscheidungen zu ent-emotionalisieren. Sei es zum Beispiel durch einen monatlichen Sparplan. Dadurch checke ich nicht stündlich die Kurse (ok, mach ich manchmal trotzdem) und warte auf den perfekten Kaufkurs. Das Investment wird einfach monatlich getätigt und man profitiert dabei vom sogenannten Cost-Averaging-Effekt (Link zu Wikipedia).

Was heißt das – ganz konkret – für Dein Portfolio?

Investiere – wenn möglich – durch monatliche Sparpläne und weniger durch große Einmal-Investments
Checke nicht 10x täglich Deine Kurse. Du verschwendest Zeit, die Du sinnvoller einsetzen kannst.
Nicht investieren, wenn Emotionen bei Dir im Spiel sind (Gier, Angst, Wut, etc.)

Klar, wir fokussieren hier auf derdigitaleinvestor.de auf Kryptowährungen und DeFi Konzepte. Aber das LISA Prinzip funktioniert aus meiner Sicht nicht nur bei Krypto, sondern gilt auch für alle anderen Assetklassen.

Es sind, wenn man so will, universelle Anlageprinzipien.

Was sind Deine Prinzipien?

Lass es mich unten in den Kommentaren wissen.

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